Rugby: mehr als Tackles

Tackles, Gedränge und körperliche Zweikämpfe fallen beim Rugby sofort auf. Doch wer das Spiel etwas länger verfolgt, entdeckt eine andere Seite: schnelle Pässe, überraschende Laufwege und Spieler, die gemeinsam nach einer Lücke suchen. Auch aktuelle Änderungen der Tackleregeln zeigen, dass es beim Rugby nicht einfach darum geht, den Gegner zu Boden zu bringen.

Ein Spieler läuft mit dem Ball auf die gegnerische Verteidigung zu. Zwei Gegenspieler stellen sich ihm entgegen. Statt den direkten Weg zu suchen, passt er zu einem Mitspieler. Der nutzt den freien Raum und läuft weiter. Die Verteidigung muss sich neu sortieren.

Solche Momente können Rugbyspiele entscheiden. Nicht allein die Kraft eines Spielers zählt, sondern oft der richtige Pass, ein schneller Richtungswechsel oder das Zusammenspiel der Mannschaft.

Wenn der Ball in Bewegung bleibt

Beim Rugby geht es darum, Raum zu gewinnen und den Ball hinter der gegnerischen Mallinie abzulegen. Dafür wird gelaufen, gepasst, ausgewichen und auch gekickt.

Eine Besonderheit: Der Ball darf mit der Hand nur seitwärts oder nach hinten gepasst werden. Wer einen Angriff unterstützen möchte, muss deshalb mitlaufen und sich immer wieder neu positionieren.

Die gegnerische Mannschaft versucht, den Raumgewinn zu verhindern. Ein Tackle ist dabei eine Möglichkeit, den balltragenden Spieler zu stoppen. Doch nicht jeder Angriff führt zu einem körperlichen Zweikampf. Häufig ist es gerade das geschickte Ausweichen, das einen Angriff erfolgreich macht.

Körperkontakt hat klare Grenzen

Rugby ist ein Kontaktsport. Das gehört zum Spiel und lässt sich nicht wegdiskutieren. Allerdings ist nicht jede Form des Körperkontakts erlaubt.

Der Weltverband World Rugby überprüft seine Regeln und untersucht, wie sich Verletzungsrisiken reduzieren lassen. Ein aktuelles Beispiel ist das ausdrückliche Verbot des sogenannten Hip-Drop-Tackles ab dem 1. November 2026. Dabei lässt ein Verteidiger bei einem Tackle von der Seite oder von hinten sein Körpergewicht auf die Beine des Ballträgers fallen. Auch beim Knee-Drop-Tackle, bei dem ein Verteidiger vor dem Tackling auf ein Knie geht, hat World Rugby im Oktober 2026 die Anwendung bestehender Regeln verdeutlicht.

Die Vorgaben sollen gefährliche Techniken aus dem Spiel zurückdrängen und unnötige Risiken verringern. Sie können Verletzungen jedoch nicht vollständig verhindern.

Wie Rugby in Werlte vermittelt wird

Auch beim SV Sparta Werlte Rugby besteht das Training aus weit mehr als körperlichen Zweikämpfen. Laufen, Passen, Ausweichen und Zusammenspiel gehören ebenso dazu wie spielerische Übungen mit Körperkontakt.

Die eigentliche Tackletechnik wird gezielt geübt. An einer Tacklesäule lernen die Spieler grundlegende Bewegungsabläufe kennen. Im weiteren Training kommen Tackle-Pads hinzu. Auch mit Mitspielern wird das Tackling trainiert, kontrolliert und bei reduzierter Geschwindigkeit.

Dabei sind spielerischer Körperkontakt und gezieltes Techniktraining keine streng voneinander getrennten Ausbildungsstufen. Sie gehören auf unterschiedliche Weise zum Training.

Manchmal ist der beste Weg der freie Raum

Wer Rugby nur aus kurzen Ausschnitten kennt, erinnert sich möglicherweise vor allem an die Tackles. Dabei lohnt es sich, auch auf die Spieler zu achten, die gerade nicht am Ball sind. Sie laufen mit, bieten sich an, schaffen Raum oder unterstützen ihre Mitspieler.

Und manchmal ist die entscheidende Aktion eines Rugbyspielers eben kein kraftvoller Zusammenstoß, sondern ein kleiner Schritt zur Seite und ein Pass im richtigen Moment.

Rugby in Werlte kennenlernen

Wer mehr über die Regeln und den Ablauf eines Rugbyspiels erfahren möchte, findet auf unserer Seite Rugby kurz erklärt weitere Informationen.

Wie das Training in Werlte organisiert ist und welche Gruppen es gibt, steht unter Training & Gruppen.

Wer selbst einmal vorbeikommen möchte, findet hier Hinweise zum Einstieg: Dein erstes Rugbytraining.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Angaben zu den Rugbyregeln und den aktuellen Änderungen beruhen auf Veröffentlichungen von World Rugby und Rugby Deutschland.

Die Beschreibung des Trainings bezieht sich auf die Praxis beim SV Sparta Werlte Rugby.

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